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Schmilka2026-Reisebericht

Auf dem Rückweg vom Wilden Kaiser müssen wir im Mühlviertel noch ein paar Museumsstücke abliefern. Von dort ist es ohne Fahrerwechsel zu weit, um am Stück heimzufahren. Also übernachten wir. Und zwar in der Klettermetropole Schmilka.

Ok ok. Schmilka ist nicht wirklich eine Metropole sondern ein recht beschauliches und malerisches Dörfchen in einem engen Tal im Elbsandsteingebirge. Und das müssen wir uns anschauen.

Also gehen wir morgens sehr früh los. Dann ist der Aufstieg kühl und die Felsen sind noch leer. Hernan hat die Rübezahlstiege rausgesucht. Die ist inzwischen renoviert und ich freu mich.

Auf dem Weg nach oben kommen wir erst mal an eine Absperrung. Die ist für Wanderer und das ist auch gut so. Dann treffen wir an einer großen Boofe eine Familie, die gerade ihre Matten zusammenrollt. Für die Kinder ist es ein Abenteuer.

Kaum hat Hernan Fels gesehen, klebt er auch schon an der Wand. Dann hab ich was richtig gemacht und es ist gut, dass er das hier alles kennenlernt. Der Weg ist für Wanderer abenteuerlich und verglichen mit den Zustiegen im Kaiser harmlos. Die Rübezahlstiege ist nett. Man muss ein paar Meter einfach hoch Klettern, dann kommen die Klammern. Nach ein paar Metern verschwindet der Weg im Fels und hier ist sogar ein klein wenig Kamintechnik gefragt. Alles in allem sehr kurz aber nett.

Danach gehen wir rüber zum Frienstein, Hernan findet einen Kamin zum Klettern, Hernan findet ein Höhlendach zum Klettern und ich genieße die Aussicht. Schön hier.

Anschließend durch das Loch im Satansstein rüber zu den hinteren Affensteinen und rein in die obere Hentzschelstiege. Nach der ersten Leiter verschwindet Hernan durch einen Kaminsims und zeigt mir ein wunderschönes Aussichtsloch im Fels. Echt schön hier. Mit ein paar Schritten über größere oder kleinere Kamine und Spalten sind wir auch schnell oben und drüben am Carolafels.

Hier zeigt sich, warum wir früh losgegangen sind. Inzwischen geht es auf dem Gipfel des Carolafelsens zu wie Samstagsmittags in Hamburg auf der Mö bei Sonnenschein. Die Einsamkeit ist nur auf den gegenüberliegenden Felsen zu erkennen. Sie sieht schön aus.

Wir gönnen uns noch den Blick in den Heringsgrund und über die Lehnstiege geht es dann runter und nach Hause. Das war der perfekte Abschied vom Fels.
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