"Du kannst alles immer nur jetzt machen." Jörgs Homepage
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Arco2008-Reisebericht

Wo geht man hin, wenn in den Dolomiten im Herbst die Hütten schließen? Na klar, nach Arco. Das Europäische Klettermekka. Das kleine Städtchen, in dessen Richtung sich alle verneigen, wenn sie vom Rock Masters oder vom Plaisierklettern träumen.

Und Plaisier gibt es dort genug. Bohrhaken, Bohrhaken und Bohrhaken. Wo immer ein Stück blankpolierter Fels ist. Und blankpolierten Fels gibt es dort reichlich. Jedenfalls reichlicher, als das Gefühl von Bergelfen und Einsamkeit.

Nach Massone zieht es uns am ersten Tag. Und gleich muß ich mich an etwas Neues gewöhnen. Zwei Kilometer und vielleicht 80 Höhenmeter Anmarsch. Und das per Auto statt zu Fuß. Plaisierklettern ist halt doch was anderes als alpin. Jörg probiert seine erste 5b aus und ist ganz schön erstaunt über die Platten und die Blankpoliertheit der Tritte. Dann werden im allgemeinen Gedrängel vorm Fels zwei ausgesprochen hübsche Sechserrouten frei. Und zum Schluß bezwingt Jörg sogar noch die intensiv ausgependelte Schlüsselstelle der Tis Sa Arc, ohne jedoch die Kraft zu haben, seinen Triumph stabilisiert zu bekommen. Tja, so ne 6c ist gar nicht so einfach und es soll ja noch den ein oder anderen Grund geben, wieder zu kommen.

Ein Stück weiter oben finden wir besonders seltsame Formen. Schräg sind hier Steinbrüche in den Fels getrieben, zwischen denen schmale Felsriegel oder –Säulen stehen gelassen wurden. Das Dach ist voller Expressen und der Kommentar, dass dies die schwerste Route Italiens sei, erscheint uns mindestens glaubhaft.

Arco ist ein hübsches kleines Städtchen mit malerischen engen, alten Gassen und schönen Ausblicken auf die Burg oder die imposanten Zedern. Und zwischen den engen, alten Läden gibt es vor allem drei Sorten von Geschäften, von denen Arco zu leben scheint: Pizzerien, Eisdielen und Kletterläden. Photos der Kletterlegenden von heute und einst schmücken die Lokale, in denen mehr internationales Flair aufkommt, als Bella Italia.

Auf dem Weg ins Klettergebiet Laghel schräg oberhalb der Burg stehen wir plötzlich vor einem frischen Zaun. Schade. Soll ein sehr schönes Klettergebiet sein. Müsste man nur hin kommen. Dafür kommen wir nach Belvedere mit Blick auf den Gardasee. Weniger abgespeckt und mindestens genau so lohnend. Dort treffen wir einen netten Engländer mit seinem Mädel. Die stöhnt sich die Wand hoch. „Arrrg! Aaa! Aaaaa! FUCK! ME! !!!!“ tönt es von oben. Nach meinem Mittags-Dösvormichhin probieren wir die Route dann auch. Ja, sie hatte definitiv Recht.

Abends stecken wir dann noch ganz vorsichtig unsere Zehen in de Gardasee. Angenehmer als ein Bergsee aber doch recht frisch.

In Nago liefert Jörg dann noch ein paar echte Vorstiegs-Respektleistungen ab. Und ich habe verdammte Mühe dass mit mehrfachem Auspendeln hoch zu kommen. Respekt. Wie gesagt.

Und damit endet Italien für dieses Jahr. Ciao Bella!






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