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DarmstädterHütteJuni2012-Reisebericht

Kurse haben den Vorteil, dass man dort schlauer wird. Dafür lohnt sich schon mal der lange, lange Zustieg zur Darmstädter Hütte. Und wegen der Landschaft und dem abendlichen Hochgebirge auf dem Teller natürlich auch.

Oben erwartet mich eine echte Überraschung. Nämlich durchgehende Schneedecke. Stellenweise sind die Firnpakete noch über drei Meter dick und mit einer lustigen Wabenstruktur überzogen.

Zum Glück schaut auch Fels raus. Und nachdem wir die ersten Knoten geübt haben, geht es da hoch. Die Klettergärten bieten hervorragende Felsqualität mit kantigem Gneis. Einfach schön. Genau, wie die Sonne, die uns verwöhnt.

Die Klettertour an der östlichen Südwand der Faselfadspitze ist auch ein Traum. Und als wir unten wieder unser Seil einpacken, kommt uns eine gelbe Überraschung entgegen: Ein ÖAMTC-Heli. Kommt um die Ecke, schaut sich die Situation an, verschwindet hinter eine Moräne, kommt wieder mit einer 40m-Leine, an der zwei Helfer sich in der Luft drehen, setzt sie ab und verschwindet wieder. Dann machen die Helfer ihre Arbeit, der Heli nimmt drei wieder an die Leine und ab geht es durch die Lüfte. Und dann ist Margret weg.

Was eigentlich passiert ist, bekommen wir auf der Hütte erzählt: Auf Firn ausgerutscht und in die Steine. Und am nächsten Tag sagt uns der Hüttenwirt, dass ihm sein Telefon erzählt hat, dass die Diagnose zwar schmerzhaft und langwierig ist, aber ungefährlich und mir einer sehr guten Prognose.

Ein bisschen gedrückt ist die Stimmung dann und die nächsten Tage schon. Und wir ein bisschen vorsichtiger als sonst. Als wir zum Scheibler über den Ostgrat hoch gehen, renn ich dann auch mal nicht freiwillig vor, wenn es eine alpinschrottig lockere Bröselkante hoch geht. Die Tour macht trotzdem Spaß. Und wie immer kommt das dicke Wetter erst, als wir wieder unten sind.

Viele Übungen machen wir noch. Prusiken, T-Anker, Spaltenbergung. Schade, dass wir das super Tourenwetter nicht jeden Tag nurzen können. Abends hängen alle an der Fußball-Liverübertragung im Radio. Und als Deutschland sein Viertelfinale gegen Griechenland gewinnt, ist die Stimmung nachts gut und laut.

Irgendwann schließlich ist es dann Zeit, das Ausrüstungsdurcheinander einzupacken und zu gehen. Noch ein Abschlußphoto mit all den netten Jungs. Still umfängt mich stiller Nebel in der Bergeinsamkeit. An der Staumauer öffnet sich ein weiter Blick auf das Reich der braunen Kühe. Und auf das Gefühl von Frieden am Berg.



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