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IthMai2014-Reisebericht

Für den Ith gibt es immer einen guten Grund. Diesmal ist es die alljährliche FelSIG Exkursion mit ein paar Ms und Freunden.

Es ist Himmelfahrt und vom Himmel fährt ein gar greußlich Unwetter hernieder. Aus harmlosen Waldwegen werden lehmglitschige Flutschbahnen und kurz danach seh ich auch schon von Kopf bis Fuß entsprechend schlammgebadet aus.

Auch der Fels flutscht. Meist trocknet er ja schnell, aber nach so langem Regen dauert doch ein paar Stunden. Susi und Miriam laufen über die Hexenkanzel und ich fühle mich selbst bei den Verhältnissen auch in den Dreiern genau richtig. Leider verschwinden die beiden, bevor es am nächsten Morgen so richtig schön wird. Ihr Pech, dann müssen sie eben noch mal wieder kommen.

Dafür kommen Christian, Volker, und Regina mit ihren Lütten und Ralf, Norbert, Jan und Sarah ohne. Ich darf noch viel Ruhe dazu lernen. Warum sollten wir morgens auch vor elf am Fels sein? Wir sind hier ja nicht am Matterhorn! - Weil er schön ist, vielleicht? Wunschgemäß bekommt Sarah ihre Verschneidung am Twägerstein und Jan seinen Riss am Krokodil. Und den wird er nicht so schnell vergessen...

Dieser unscheinbare Riss links neben der Anakonda hat nämlich durch aus Erlebniswert. Nicht, dass er jetzt exorbitant schwer wäre. Aber er möchte eben verstanden und gelöst werden. Und wenn man ihn verstanden hat, steckt man so tief drin, dass man den Kopf kaum noch raus bekommt. Jan hängt seinen Helm einfach an einen Friend, dann passt auch der Kopf durch und schon klappts mit dem Hoch.

Und wir gehen auf den Teufelstrichter und auf die Wilhelm-Raabe Klippe und auf den Haderturm. Die Doppelrisse unten laden zum Durchziehen ein und oben gibt es so viele Routen, dass Ralf und ich uns nicht einig werden und die Seile hin- und her legen müssen, damit sie sich nicht kreuzen. Oben herrscht reichlich Andrang und allerschönste deutsche Frühlingssonne mit Schutzfaktorpflicht. Und in der muss ich dann wohl irgendwann noch eingedöst sein.

Klassiker oder Abenteuer? So lautet die Samstagsfrage. Alle sind für Abenteuer. Tief im Wald suchen wir den Kinastein, Ralf sich die linke Kante aus und ich mir die Verschneidung mit Dach. Und abenteuerlich ist es dort dann auch. Es gibt ganz viele Risse für die Keile und wo ein Riss ist, wackelt auch ein Stein und mit ihm meine Moral. Als ich dann die Route oben auch gefunden hab, ist sie überraschend einfach. Und macht Spaß.

Weiter geht es durch den Wald zur Bärenhöhle. Das Gitter ist im Sommer offen, wir werfen ein paar Seile runter und schauen uns um. Oben ist es eng, dann geht es unter einem Klemmblock durch und schließlich steht man in einem allerliebsten Partyraum. Die Rufverbindung nach oben funktioniert kaum noch. Kletterschuhe sind auf dem feuchten Fels ebenso deplatziert, wie das übliche Sicherungsmaterial. Gruppenweise spazieren wir runter. Das heißt, alle bis auf Christan. Der steigt ein, schüttelt den Kopf, spricht aus tiefstem Herzen „Ne, das mach ich nicht!“ und wisst ihr was: Eigentlich hat er Recht. Und ich versteh auch ganz genau, warum.

Für die anderen schauen wir noch in die Rotsteinwandhöhle hinein. Und nach vielen Irrwegen durch den Wald und an den Vogelbrutsperrungen vorbei stehen wir irgendwann vor der Himmelsleiter, toben uns noch mal aus und abends gibt es wieder Gemüsepfanne vom Grill.

Und der Sonntag klingt klassisch aus. Der Wechselstein ist frei und ich freu mich, mal wieder die Verschneidung hoch zu gehen. Von der aus kann man auch ganz hervorragend schaukeln. Wenn man aufpasst.

Aufpassen sollte übrigens gaaaaaaanz dringend auch, wer sich in die Seilmitte einbindet. Will ich beim Thema Wechselverschneidung nur noch mal los werden. Seilmitte kombiniert mit Toprope-Nachstieg und umklicken ist ungefähr so genial, als wenn man mit einem Feuerzeug in der stromabgeschalteten Finsternis nach einem Gasleck sucht.


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