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LoebejuenJuli2009-Reisebericht

Eine Geschichte von Höhen und kristallklaren Tiefen

Wo möchte man im Sommer am liebsten rein springen? Klar, in ein kühles Blondes. Oder noch besser in einen kristallklaren See. Und mindestens aus 10 Meter 60 Höhe. Naja, vielleicht auch höchstens. Und wie möchte man am liebsten da hoch kommen? Schaut mich an und ihr kennt die Antwort. Natürlich klettern.

Also treffen wir uns in Löbejün. Wir vom Deutschen Alpenverein und von der FelSIG. Wobei die Schnittmenge ziemlich groß und das kein Wunder ist. Von München bis Bordesholm aus zieht es uns nach Mitteldeutschland. Und da gibt es solche kristallklaren Seen, sogar genau senkrecht über dem Erdmittelpunkt. Man muss es nur wissen. Ein Wunder, wenn man sie sonst findet. Da kann man nämlich in ein paar Metern dran vorbei radeln und schon ist man vorbei.

Spät ist es, als wir ankommen. Und verdammt finster der Kopfsprung ins kalte Wasser. Schnell steht das große Zelt und die Küchenplane, die Weinflaschen sind entkorkt und die Pfifferlinge geröstet. Im großen Zelt schlummern alle und einer schnarcht. Behaupten sie. Ich hab keinen gehört!

Der Samstag ist gemischt und mehr als einmal kuscheln sich alle unter Jos großer Plane zusammen, während links und rechts der Atlantik in Stücken vom Himmel fällt. Der Bergsteigerhelm schützt wohltuend gegen den Aufprall der Wasserbrocken. Zur Belohnung gibts dann vielversprechende Routen am Ende vom großen, runden, bunten Regenbogen.

Oben wird in der Sonne geklettert und erklärt, unten tollen Mona und Luisa mit Frauke rum und Jo kümmert sich um Yvonne. Markus beißt sich mit Engagement und rotem Kopf den Hangelmarathon hoch, Jörg und Gabi geben sich die Kante, Hetti durchquert Gondwana und Carola nimmt das alles ganz lässig. Anja und Walter vermissen bunte Plastikgriffe und begreifen stattdessen echten rotgelbbraunen Porphyr. Wie wir alle.

Als uns ein Schlachtschiff von einem Gewitter übergleitet, ist es gut für heute und wir haben ja auch schon etliche Klettermeter in den Fingerkuppen. Trotten heim, springen ins Wasser, Fass auf, Grill an und alles ist gut oder schwarz. Je nachdem.

Am Sonntag küsst uns der Morgen mit wolkenlosem Blau wach. Endlich. Darauf haben wir gewartet. Rein ins Wasser, hinten ungesichert hoch klettern und vom 10.60er runter. Nennt man Deep-Water Solo. Ist eine neue Trendsportart. Wenn man fällt, macht es platsch. Zehn Meter Wassertiefe reichen.

Bei klarem Sonnenschein geht es neue Projekte hoch. Jörg und Gabi zaubern sich die Leisten hoch und ich schnappe mir eine endlos lange glatte Kante mit parallelem Riss. „The Edge“. Spannend, besonders für die Fingersehnen. Alle sind glücklich. Besonders die rotverbrannten Nasenspitzen und der triumphierende Markus in seinem „Alpinen Abenteuer“.


Schönes Erlebnis in netter Gesellschaft. Danke auch für die Photos!


Jörg Kunze.
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